Auf dem Baderhof leben die Wohlfühlschweine in einem eigens entwickelten System, dem Röger System, das Spielbereich, Fressbereich und Kotbereich klar voneinander abgrenzt. Der Maststall bietet jedem Tier 1,5 m² Platz – deutlich mehr als der gesetzliche Mindeststandard von 0,75 m². Dreiviertel des Stalles nehmen der Schlaf- und Spielbereich ein, während der Kotbereich außen auf der Terrasse angeordnet ist. Die Schweine haben jederzeit Zugang zur Schweineterrasse und erleben so Sonnenschein, Regen und Schnee in ihrer gewohnten Umgebung. Im Sommer sorgt eine Sprühkühlung auf der Terrasse für angenehme Temperaturen, damit die Tiere aktiv bleiben; im Winter wärmen sie sich im Stroh, während sie sich gleichzeitig an der frischen Luft bewegen. Vielfältige Beschäftigungsmaterialien wie Spielketten aus Holz, Jutesäcke oder Baumwollseile halten Körper und Geist fit und fördern neugieriges Verhalten. Der Stall entspricht dem neusten Standard, der Haltungsform 4.
Auch in der Ferkelerzeugung achten wir auf Tierwohl. Die Terrassennutzung ist Teil unseres tiergerechten Konzepts: Mutterschweine haben Zugang zu Bewegungsfreiheit, natürlicher Belüftung und Schutz vor extremen Witterungen. Transparente Dokumentation aller Tiergesundheitsdaten (Gewichtsentwicklung, Futteraufnahme, Gesundheitschecks) ermöglicht uns, die Gruppenhaltung kontinuierlich zu optimieren – im Sinne von Tierwohl und nachhaltiger Wertschöpfung. Unsere Babyferkel profitieren zusätzlich von warmen Nest- und Ruhebereichen. Wir achten darauf, dass Neugeborenen ausreichend Wärme erhalten. Gesundheitsanzeichen beobachten wir frühzeitig und handeln zeitnah, damit sich Mutter und Nachwuchs ruhig und sicher entwickeln können. Auch Stroh und Heu stehen den Ferkeln jederzeit zur Verfügung
Bei der Fütterung setzen wir auf Transparenz und Qualität. Wir füttern selbst angebautes Getreide, ergänzt durch regionale Zukaufprodukte. Soja kommt ausschließlich in genfreier Form und aus Donau-Soja-Quellen zum Einsatz, um Importsoja und Umweltbelastungen zu vermeiden. Um den Sojaanteil weiter zu reduzieren, verwenden wir heimisches Rapsschrot. Die Fütterung erfolgt bedarfsgerecht nach Alter, Gewicht und Gesundheitszustand der Tiere. Frischwasser steht den Schweinen jederzeit in ausreichender Menge zur Verfügung. Wir kontrollieren regelmäßig Nährstoffzufuhr, Mineralstoffbedarf (insbesondere Calcium, Phosphor und Natrium) und unterstützen die Verdauung mit pflanzlichen Zusatzstoffen.
Der Tierarzt betreut die Tiere wöchentlich, dazu kommen regelmäßige freiwillige Studien des Tiergesundheitsdienstes mit Kot- und Nasentupfer-Analysen, um Gesundheitszustände frühzeitig zu erkennen. Wir arbeiten eng mit dem Veterinäramt und Qualitätsprogrammen wie QS, GQB, ITW und REWE zusammen und legen Wert auf Transparenz in jeder Lebensphase – von der Geburt bis zur Vermarktung. Alternative Medizin, etwa Eukalyptus bei Erkältungssymptomen, ergänzt unser ganzheitliches Tiergesundheitskonzept.
In der Zukunft planen wir, die Ferkelerzeugung weiterzuentwickeln: Wir prüfen Investitionen, die eine bessere Wertschöpfung ermöglichen und gleichzeitig Tierwohl und Umwelt schützen. Offene Zuchtwahl, genetische Leistungsfähigkeit und eine optimierte Stalleinrichtung sollen langfristig zu stabileren Ergebnissen führen.
Besonderheit unseres Hofes: Von der Geburt bis zur Vermarktung kennen wir jedes Schwein persönlich. Wir züchten selbst, arbeiten fachlich versiert und legen großen Wert darauf, Tierwohl und artgerechte Haltung stetig zu verbessern. Unser Team aus qualifizierten Fachkräften sorgt dafür, dass jedes Tier die bestmögliche Betreuung erhält – verantwortungsvoll, transparent und nah am Tier.